Liebe Pfarrgemeinde, liebe Freunde,
ich melde mich wieder mit einigen Informationen, die ich weitergeben möchte. Ich hoffe, dass es Ihnen allen gut geht, dass Sie und Ihre Familien gesund sind. Es sind schon 16 Tage vergangen, an denen kein öffentlicher Gottesdienst gefeiert wurde.

Mich begleiten in den letzten Tagen und Wochen folgende Worte, die von Hl. Clemens Maria Hofbauer stammen: „Nur Mut! Gott ist der Herr, er lenkt alles… Besonders in solchen Situationen, wie die jetzige, spüren wir glaube ich, stark seine leitende Hand über uns…. Er ist der Herr… Ich hoffe, dass er alles zu einem guten Ende führen und leiten wird.

Gott ist unsre Zuversicht in Zeiten von Trauer, Verzweiflung und Unsicherheit. Im Psalm 62,9 lesen wir folgendes: „Gott rettet mich, er steht für meine Ehre ein. Er schützt mich wie ein starker Fels, bei ihm bin ich geborgen. Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht“.

Ich habe Sie vor 14 Tagen ersucht täglich von 20 bis 20.30 Uhr in ihrem Haus eine Kerze anzuzünden. Ich bin auch täglich zu diesem Zeitpunkt in der Kirche vor dem Allerheiligsten. Vor der Kirche in Leopoldsdorf brennt täglich um diese Zeit auch eine Laterne. Auf dieser Art sind wir „ Gemeinsam im Gebet verbunden“. Da spüre ich immer wieder diese Verbundenheit mit Ihnen. Ich freue mich auch über jedes Zeichen dieser Verbundenheit…
Ich sage ihnen allen herzlichen Dank fürs Mitmachen. Natürlich, täglich empfehle ich Sie und Ihre Anliegen und ihre Sorgen dem liebenden Gott in der Feier der Eucharistie.
Unsere Kirchen bleiben zum Gebet offen. Eine Heilige Messe kann man im Radio oder im Fernsehen verfolgen. Ich bitte Sie auch unsere Kirchen zum persönlichen Gebet zu besuchen, natürlich nur, wenn es Ihnen möglich ist. Ich freue mich, dass viele Menschen täglich das auch tun!

Auf Grund der Corona Pandemie finden auf weiteres, keine öffentlichen Gottesdienste mit den Gemeinden statt. Das gilt auch für unsere Pfarrgemeinden in der Karwoche und am Osterfest. Es ist nicht einfach diese Situation zu akzeptieren und sie so anzunehmen. Aber es ist so, wir können dies nicht ändern „Überlass dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen.“/Psalm 37,5/
Ich möchte Sie dazu ermutigen, dass Sie in dieser nicht einfachen Zeit auch mit der Familie zu Hause einen Gottesdienst feiern. Da gibt es viele Möglichkeiten, die sie in Anspruch nehmen können.
Ich empfehle Ihnen das Angebot der ED Wien:
„NETZWERK GOTTESDIENST – VON ZU HAUSE AUS FEIERN“

„ Netzwerk Gottesdienst möchte von zu Hause aus ein Gottesdienst-Netzwerk knüpfen - von Haus zu Haus, von Wohnung zu Wohnung, das uns mit Gott und untereinander verbunden hält. Diese Gottesdienste können Sie alleine oder im kleinen Kreis zu Hause feiern und beten. Auch als kleine häusliche Gemeinschaft kann man Gottesdienst feiern - einfacher, anders, vielleicht überraschend intensiv. Netzwerk Gottesdienst bietet Modelle mit Gebeten, Lesungen, Segenshandlung, Anregungen für die Feier mit Kindern und Liedvorschlägen. Einzelpersonen können es für ihre Gebetszeit nutzen.“
Auf netzwerk-gottesdienst.at finden Sie Unterlagen, Ideen und Anleitungen. Feiern wir zu Hause und bleiben doch untereinander verbunden. Diese Unterlagen lege ich immer in unseren Kirchen auf, für die, die keinen Zugang zum Internet und zum Computer haben.

Viele Menschen Fragen: Wie wird es in diesem Jahr mit der Segnung der Palmzweige und Osterspeisen sein?
Meine Antwort ist: In diesem Jahr können Sie selber zu Hause die Palmzweige und das Osteressen segnen. Dann werden Sie Fragen: darf ich das überhaupt? Natürlich Sie dürfen Segnen auf Grund des Sakraments der Taufe. Tun sie das bitte nun in ihrer Hauskirche.
Segnen dürfen nicht nur Priester, Diakone und Bischöfe - alle Christen können anderen Menschen Gottes Segen zusprechen. "Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein", heißt es in der Geschichte von Abraham (1. Mose 12, 2). Mit diesen Worten fordert Gott jeden von uns direkt auf, zum Segen für andere Menschen zu werden und damit zum Boten seiner Liebe. Denn Gott will, dass wir den empfangenen Segen mit anderen teilen. Und zwar nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern auch im Alltag. Das können wir, indem wir anderen Menschen Gutes zusprechen. Gute Worte, die Gott in schöne und schwierige Situationen mit hineinnehmen. Dazu gehört auch, andere wertzuschätzen, sie zu loben, zu umarmen, sich Zeit für jemanden zu nehmen. Anderen einen Gefallen zu tun, für jemanden zu beten. Wenn Sie Dinge tun und aussprechen, die von Herzen kommen, wird es Ihr Herz verändern. - Probieren Sie es aus!
Ich werde alleine, wie es vorgeschrieben ist, die Gottesdienste in der Karwoche und zu Ostern in unseren beiden Kirchen feiern. Sie bitte ich um die geistige Verbundenheit!
Ich wünsche allen viel Gottes Segen und bleiben Sie gesund!

Pfarrer Edward Keska

„Nur Mut! Gott ist der Herr, er lenkt alles…